Generika

Als Generika bezeichnet man Nachahmerpräparate, die in Bezug auf Wirkstoffart und -stärke dem originalen Marken-Arzneimittel gleich sind. Die bekanntesten deutschen Generika-Hersteller sind Ratiopharm, Stada, Hexal, Heumann, CT, 1A-Pharma, Aliud und Sandoz.

In Bezug auf Herstellungsverfahren und Hilfsstoffe sind die Generika-Hersteller nicht an das Originalpräparat gebunden, sondern können ihre eigene Technologie verwenden. Aus diesem Grund kann es sowohl im Vergleich zum Original als auch innerhalb der Generika-Gruppe durchaus Unterschiede in der Wirkung geben, z.B. in puncto Bioverfügbarkeit oder Verträglichkeit.

Bei Arzneimitteln zur Selbstmedikation ist dieser Unterschied in vielen Fällen vernachlässigbar. Bei einer Dauermedikation mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist es dagegen kritisch zu bewerten, wenn der Arzt wahllos zwischen verschiedenen Generika-Herstellern hin und her wechselt - zumal die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Generika meist im Cent-Bereich liegen.

Generika sind z.T. erheblich preisgünstiger als das Originalpräparat, da die Hersteller keine Kosten für Forschung und Entwicklung hatten. Generika spielen daher eine große Rolle bei Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen. Seit Juli 2006 sind daher bestimmte besonders günstige Generika von der Rezeptgebühr befreit.