Nahrungsergänzungsmittel

Ein Nahrungsergänzungsmittel enthält in der Regel ernährungsphysiologisch wichtige Stoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren, Aminosäuren oder sekundäre Pflanzenstoffe.

Auch wenn Nahrungsergänzungsmittel meist als Kapseln oder Tabletten im Handel sind, handelt es sich dabei rein rechtlich nicht um Arzneimittel, sondern um Lebensmittel. Es gelten die Bestimmungen des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes (LMBG).

Nahrungsergänzungsmittel sind zwar meist in Apotheken erhältlich, sind aber nicht apothekenpflichtig und dürfen auch in Drogeriemärkten oder Supermärkten verkauft werden.

Werbung

Da es sich bei Nahrungsergänzungsmitteln um Lebensmittel handelt, darf nicht mit einer bestimmten Heilwirkung geworben werden. Dies ist nur bei Arzneimitteln erlaubt und bedarf der Zulassung durch das BfArM.

Nichtsdestotrotz können manche Nahrungsergänzungsmittel bestimmte Krankheiten positiv beeinflussen. Entsprechende Studien oder krankheitsbezogene Aussagen dürfen allerdings nur Fachkreisen (Ärzte, Apotheker) zugänglich gemacht werden.


In 18 Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG) heißt es dazu:

(1) Unbeschadet der Vorschrift des 17 Abs. 1 Nr. 5 ist es verboten, im Verkehr mit Lebensmitteln oder in der Werbung für Lebensmittel allgemein oder im Einzelfall

1. Aussagen, die sich auf die Beseitigung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten beziehen,
2. Hinweise auf ärztliche Empfehlungen oder ärztliche Gutachten,
3. Krankengeschichten oder Hinweise auf solche,
4. Äußerungen Dritter, insbesondere Dank-, Anerkennungs- oder Empfehlungsschreiben, soweit sie sich auf die Beseitigung oder Linderung von Krankheiten beziehen, sowie Hinweise auf solche Äußerungen,
5. bildliche Darstellungen von Personen in der Berufskleidung oder bei der Ausübung der Tätigkeit von Angehörigen der Heilberufe, des Heilgewerbes oder des Arzneimittelhandels,
6. Aussagen, die geeignet sind, Angstgefühle hervorzurufen oder auszunutzen,
7. Schriften oder schriftliche Angaben, die dazu anleiten, Krankheiten mit Lebensmitteln zu behandeln, zu verwenden.

(2) Die Verbote des Absatzes 1 gelten nicht für die Werbung gegenüber Angehörigen der Heilberufe, des Heilgewerbes oder der Heilhilfsberufe. Die Verbote des Absatzes 1 Nr. 1 und 7 gelten nicht für diätetische Lebensmittel, soweit nicht das Bundesministerium durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates etwas anderes bestimmt.

Siehe auch: